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    Psychosomatik in der Fachklinik HochsauerlandDie Johannesbad Fachklinik Hochsauerland in Bad FredeburgBehandlung von Depressionen, Angststörungen, Borderline und mehr in der Fachklinik HochsauerlandPsychosomatische Medizin und Behandlung in Bad Fredeburg

    Argumentationshilfe Wunsch- und Wahlrecht

    Verfügen Versicherte über nachvollziehbare Gründe, müssen Rehabilitationsträger das Wunsch- und Wahlrecht beachten. Es gelten dabei folgende Punkte:



    Einzelfallentscheidung

    Neben der Berücksichtigung der Bedürfnisse und Wünsche der Versicherten, müssen Kostenträger auch die medizinischen Erfordernisse bei der Einzelfallentscheidung beachten. Beim Verweis auf das Wirtschaftlichkeitsgebot sollte darauf geachtet werden, dass die berechtigten Wünsche des Versicherten nicht missachtet werden. Auch wenn Kooperationen zwischen Kliniken und den Krankenkassen existieren, ist dies kein Grund, das Wunsch- und Wahlrecht des Versicherten ausschließlich innerhalb dieser Kooperation zu berücksichtigen. Entscheidet sich die Krankenkasse für oder gegen eine Reha oder eine Wunschklinik, muss der Versicherte die Gründe sowohl verstehen als auch nachvollziehen können.



    Medizinische Gründe

    Sind medizinische Gründe bei der Auswahl der Rehabilitationseinrichtung von Bedeutung, müssen die Kostenträger die Wünsche der Versicherten berücksichtigen. Dabei ist das Auswahlermessen der Krankenkassen gleich Null, was bedeutet, dass der Patient einen rechtlichen Anspruch auf Behandlung in einer bestimmten Klinik hat. Medizinische Gründe, bei denen das Wunsch- und Wahlrecht greift, sind unter anderem folgende:

    • Damit im speziellen Fall ein Erfolg der Behandlung erfolgen kann, wird ein medizinisches Konzept einer bestimmten Klinik benötigt
    • Eine in der Klinik angebotene spezifische Therapieform ist für den Patienten notwendig
    • Wenn psychische Aspekte (subjektive Akzeptanz) bei der Heilbehandlung des Patienten eine Rolle spielen (hierbei ist eine begleitende Stellungnahme eines Psychiaters oder Neurologen von Vorteil)
    • Hängen die Wirtschaftlichkeit sowie der Erfolg der vorbereitenden und vorgesehenen nachbereitenden ambulanten Heilbehandlung voneinander ab
    • Um medizinische Gründe handelt es sich ebenfalls, wenn eine Zusammenarbeit von unterschiedlichen Fachabteilungen von Nöten ist (Multimorbidität)
    • Leidet der Patient etwa unter eingeschränkter Transportfähigkeit oder Besuchsbedürftigkeit, kann der Patient eine Klinik in wohnortnähe beantragen
    • Wenn der Erfolg der Rehabilitation abhängig von der speziellen Struktur- oder Prozessqualität einer bestimmten Klinik ist


    Persönliche Beweggründe

    Auch bei persönlichen Beweggründen müssen die Kostenträger die Auswahl der Klinik der Versicherten berücksichtigen. Sind die Wünsche angemessen oder berechtigt, tritt das Wunsch- und Wahlrecht des Versicherten in Kraft. Folgende Beispiele können dabei eine Rolle spielen:

    • Persönliche Lebenssituation des Patienten wie Geschlecht, Alter, Religion …
    • Therapieangebote in der Muttersprache
    • Wohnortnahe oder wohnortferne Unterbringung für den Erfolg der Rehabilitation, je nach Verhältnis zu den Angehörigen
    • Positive Erfahrungen des Patienten mit der gewünschten Klinik in der Vergangenheit

    Die persönlichen Beweggründe können im Verordnungsformular vermerkt werden. Dazu besteht die Möglichkeit, eine detailliertere Begründung als Anlage der “Verordnung von medizinischer Rehabilitation“ beizufügen.



    Mehrkostentragung

    Die Folge des Sachleistungsprinzips, das für die GKV gilt, ist die Bereitstellung der Rehabilitationsleistung für den Versicherten der Krankenkasse. Dabei erfolgt die Bezahlung der Rehabilitationskosten ausschließlich im Verhältnis zwischen Reha-Einrichtung und Krankenkasse sowie deren Vertragsbeziehung. Die Abrechnung der Reha-Einrichtung gegenüber der Krankenkasse erfolgt gemäß dem vertraglich vereinbarten Vergütungssatz. Gründe für das Anfallen von Mehrkosten können beispielsweise ein unangemessenes bzw. unberechtigtes Wunsch- und Wahlrecht beim Versicherten sein.

    Für Mütter und Väter gibt es neben dem Wunsch- und Wahlrecht keine weitere Alternative, um bei Leistungen zur Vorsorge und Rehabilitation eine bestimmte Einrichtung auszusuchen. Dadurch können bei diesen Leistungen keine Mehrkosten für die Versicherten anfallen.



    Durchsetzung des Wunsch- und Wahlrechts

    Wird das Wunsch- und Wahlrecht vom Kostenträger abgelehnt, kann der Versicherte dagegen Widerspruch einlegen. Jeder zweite Widerruf in Deutschland ist erfolgreich. Ihre Erfolgsaussichten sind also sehr gut.

     

    Zusatzantrag

    Nutzen Sie Ihr Wunsch- und Wahlrecht für die Johannesbad Fachklinik Hochsauerland!

    Dafür stellen wir Ihnen HIER den Zusatz zu Ihrem Antrag auf Rehabilitation oder Anschlussheilbehandlung zur Verfügung.