Pathologisches Glücksspiel

    Die Zahl der stationären Behandlungen von pathologischen Glücksspielern hat sich von 2000 -2010 verdreifacht. Schätzungen gehen von derzeit ca. 300.000 Betroffenen aus. Das pathologische Spielen und die Substanzabhängigkeit zeigen dabei weitreichende Übereinstimmungen in den Bereichen diagnostische Kriterien, Phänomenologie, Epidemiologie sowie klinischen, genetischen und biologischen Aspekten auf.

    Hauptkriterien, die auf pathologisches Glückspiel hinweisen

    • Dauerndes, wiederholtes Glücksspiel
    • Anhaltendes und oft noch gesteigertes Glücksspielen trotz negativer Konsequenzen

    Die Störung besteht nach der ICD-10 in häufig wiederholtem, episodenhaften Glücksspiel, das die Lebensführung der Betroffenen beherrscht. Sie führt häufig zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte und Verpflichtungen. Da es sich bei der Glücksspielsucht auch um eine Impulskontrollstörung handelt, werden auch Patienten mit Kaufsucht oder PC-Spielsucht in dem Team behandelt.