Assessment bei psychosomatischen Störungen

    Menschen mit psychosomatischen Störungsbildern weisen im Krankheitsverlauf häufig eine große Symptompalette auf, die zunächst eine Vielzahl apparativ-technischer Untersuchungen induziert. Einige Charakteristika weisen jedoch schon in einem frühen Krankheitsstadium auf eine psychosomatische Komponente als auslösenden bzw. aufrechterhaltenden Faktor hin. Exemplarisch sind z.B. häufig wechselnde Diagnosen, eine Vielzahl in Anspruch genommener Facharztrichtungen sowie kurze, aber hochfrequente AU-Zeiten. Gelingt es, diese Versicherten früher zu identifizieren, könnte eine schnellere störungsspezifische Versorgung des Betroffenen initiiert werden. Fortlaufend wird einer Chronifizierung entgegengearbeitet und eine mehrdimensionale Kosteneinsparung ermöglicht.



    Vorgehensweise unter Berücksichtigung des Datenschutzes

    Zunächst werden geeignete Parameter zur frühzeitigen Identifizierung von Versicherten unter strenger Beachtung des Datenschutzes in der jeweiligen Organisation festgelegt. Bei Einverständnis des Versicherten erfolgt die Anmeldung zur intensivierten, psychosomatischen differentiellen Diagnostik.



    Aufnahme und Ablauf

    Die Aufnahme erfolgt nach Abstimmung mit den Versicherten schnellstmöglich. Die Dauer dieser Diagnostikphase beträgt im Allgemeinen drei Tage. Elemente der medizinischen und psychologischen Diagnostik werden individuell kombiniert. Im Anschluss an die Untersuchungen erfolgt unmittelbar die Erstellung und Übersendung eines umfassenden Reports mit Empfehlungen für die weitere Versorgung des Versicherten.