Psychosomatik in der Fachklinik HochsauerlandDie Johannesbad Fachklinik Hochsauerland in Bad FredeburgBehandlung von Depressionen, Angststörungen, Borderline und mehr in der Fachklinik HochsauerlandPsychosomatische Medizin und Behandlung in Bad Fredeburg

    Angststörungen

    Angststörungen – eine der häufigsten psychischen Störungen – zeichnen sich durch konsistente, überdauernde Angstreaktionen aus. Es kommt zu einem ausgeprägten Leiden und zur Beeinträchtigungen der Lebensqualität. Probleme mit Mitmenschen, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz oder soziale Isolation und Begleiterkrankungen wie Depressionen, Abhängigkeitserkrankungen und somatoforme Erkrankungen können entstehen. Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien belegt, dass Angststörungen mit Hilfe der kognitiven Verhaltenstherapie wirksam behandelt werden können.



    Indikationen

    In unserem kognitiv-behavioral ausgerichteten Schwerpunktprogramm werden Menschen behandelt, die unter folgenden Angststörungen

    • Panikstörung:
      Wiederkehrende Panikattacken, die plötzlich und unerwartet auftreten, sich in sehr starken Körpersymptomen (z.B. Herzrasen, Zittern, Schwitzen, Schwindel, Atemnot) äußern und die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken.
    • Agoraphobie mit oder ohne Panikstörung:
      Angst vor bzw. an bestimmten Orten, aus denen eine Flucht schwierig oder peinlich sein könnte, oder an denen im Notfall keine Hilfe zu erwarten wäre, wie z.B. in größeren Menschenmengen, öffentlichen Verkehrsmitteln, Supermärkten, Reisen alleine oder in weiterer Entfernung von zu Hause.
    • Spezifische Phobien:
      Angst vor bestimmten Tieren, Objekten oder Situationen, wie z.B. vor Höhen, engen Räumen, Zahnärzten, Spinnen, Hunden, Blut oder Spritzen etc..
    • Soziale Phobie:
      Angst vor bzw. in einer oder mehreren sozialen oder Leistungssituationen, bei denen man sich peinlich/beschämend verhalten oder von (unbekannten) anderen Personen (schlecht) beurteilt werden könnte.
    • Generalisierte Angststörung:
      anhaltende, übermäßige und unkontrollierbare Befürchtungen und Sorgen bezüglich verschiedener Ereignisse oder Tätigkeiten, einhergehend mit körperlicher Anspannung (z.B. Ruhelosigkeit, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Schwitzen, Schwindel).
    • Andere gemischte Angststörung:
      sowohl generalisierte Ängste, als auch subklinische Merkmale anderer Störungen wie z.B. Zwänge oder Somatisierungsstörungen.
    • Anpassungsstörung mit Angst:
      Angst, die nicht die Kriterien oben genannter Angststörungen erfüllt, und die sich als Reaktion auf eine besondere Belastung entwickelt hat.
    • Zwangsstörung:
      Wiederholte sich aufdrängende Gedanken, Impulse oder Vorstellungen, die starke Angst oder Unbehagen hervorrufen oder Verhaltensweisen, zu denen man sich aufgrund von Zwangsgedanken oder streng zu befolgenden Regeln gezwungen fühlt, um Unwohlsein zu reduzieren oder das Eintreten befürchteter Ereignisse abzuwenden (z.B. waschen/ putzen, kontrollieren, ordnen, wiederholen).


    Therapieziele:

    Die Ziele werden individuell gemeinsam mit dem Patienten vereinbart. Mögliche Ziele können sein:

    • Aufbau eines Verständnisses, wie die eigene Angstsymptomatik entstanden ist und was sie bislang aufrecht erhalten hat
    • Schrittweise Überwindung der Ängste
    • „Rückeroberung“ zuvor vermiedener Situationen, z.B. wieder alleine einkaufen können
    • Verbesserung der Entspannungsfähigkeit


    Therapiekonzept:

    Die für Entstehung und Aufrechterhaltung von Angststörungen verantwortlichen Faktoren unterscheiden sich je nach Diagnose und Patient. In der Regel ist die Symptomatik jedoch multifaktoriell bedingt. Im Rahmen unseres multimodalen, kognitiv-verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Programms zur Behandlung von Angststörungen bieten wir unseren Patienten eine Kombination aus psychotherapeutischen Gruppen- und Einzeltherapien, ergänzt durch Sport- und Bewegungstherapie, Ergo- und Gestaltungstherapie, verschiedenen Angeboten des Sozialdienstes, Physiotherapie, Entspannungsverfahren und einer bedarfsorientierten ärztlich-medizinischen Betreuung.