Traumafolgestörungen
Traumafolgestörungen und Akute Belastungsreaktionen können auch bei psychisch sonst stabilen Menschen nach einer außergewöhnlichen körperlichen und/oder seelischen Belastung auftreten.
Ein psychisches Trauma ist definiert als ein vitales Erleben einer bedrohlichen Situation, das durch Versagen von Bewältigungsmöglichkeiten mit Gefühlen von Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe einhergeht und so eine dauerhafte Erschütterung von Selbst-und Weltverständnis bewirkt.
Eine posttraumatische Belastungsreaktion (PTB) ist gekennzeichnet durch das Erleben einer intensiven Bedrohung des eigenen Lebens oder des Lebens anderer, der Gesundheit und der körperlichen Integrität, einhergehend mit Gefühlen von Schrecken und Hilflosigkeit. Als Traumafolgen bestehen sowohl psychische als auch somatische Symptome.
Das klinische Bild einer posttraumatischen Belastungsstörung ist gekennzeichnet durch ungesteuertes Wiedererleben (Nachhallerinnerungen) von Aspekten des ursprünglichen Traumas, anhaltende Vermeidung von Reizen, die mit dem Trauma verbunden sind, Übererregtheit des vegetativen Nervensystems.
Risikofaktoren zur Ausbildung von psychischen Traumafolgestörungen sind frühere psychische Erkrankungen und Traumatisierungen, weibliches Geschlecht und ungünstige soziale Bedingungen