Behandlungskonzept
Die Diagnostik und Therapieplanung berücksichtigt, ob die Patienten bereits negative Erfahrungen bei früheren Untersuchungen und Behandlungen gemacht haben, sich unverstanden fühlten und entsprechend skeptisch zur Behandlung in die Klinik kommen.
Die Behandlung einer somatoformen Störung erfordert eine enge und vertrauensvolle therapeutische Beziehung.
In unserer Fachklinik beziehen wir den Patienten selbst aktiv mit ein und versuchen seine eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu stärken, auf seine Beschwerden eigenständig Einfluss nehmen zu können.
In Abstimmung mit dem Patienten werden die Therapie- und Rehabilitationsziele erarbeitet und ein individueller Behandlungsplan zusammengestellt.
Die Behandlung somatoformer Beschwerden setzt ein multiprofessionelles Therapieprogramm voraus, in dem Fachleute aus verschiedenen Berufsgruppen wie psychologische und ärztliche Psychotherapeuten, speziell geschultes Pflegepersonal, Gestaltungstherapeuten, Bewegungstherapeuten, Krankengymnasten und Physiotherapeuten mitwirken.
Die Behandlung erfolgt vorwiegend in Form von Gruppentherapie, weil der Austausch zwischen den Betroffenen oft bereits zu der entlastenden Erkenntnis führt, nicht als Einziger unter diesen vielfältigen Beschwerden zu leiden. Der Kontakt in der Gruppe und die vom Gruppenleiter vermittelten Informationen über das Störungsbild können zusätzlich zu einem besseren Verständnis der eigenen Reaktionen beitragen und die Einstellung und den Umgang mit den Beschwerden verändern.
In den psychotherapeutischen Einzelgesprächen werden die typischen Beschwerden und ihr Auftreten auch im Zusammenhang mit Stress und seelischen Konflikten betrachtet und die Erfahrungen aus der Gruppentherapie ergänzt und vertieft.
Weitere Bestandteile des Therapieprogramms:
- Entspannungs- und Achtsamkeitstraining
- Training in sozialer Kompetenz
- Gestaltungstherapie
- Sport- und Bewegungstherapie
- Krankengymnastik und Physiotherapie