Behandlungsvoraussetzungen und Diagnostik:
Adipositas ist definiert als eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts. Berechnungsgrundlage für die Gewichtsklassifikation ist der sog. Body Mass Index (BMI)
Adipositas erhält ihren Krankheitswert durch eine Vielzahl von Risiken und Folgeerkrankungen wie:
- Medizinisch-internistische Krankheiten (z.B. Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall)
- Beschwerden des Bewegungsapparates
- Erhöhte Depressivität und Ängstlichkeit
- Selbstwert ist deutlich beeinträchtigt
Daraus resultieren insgesamt betrachtet erhebliche Einbußen in Bezug auf Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und Lebenserwartung durch Funktionseinschränkungen wie:
- Eingeschränkte Beweglichkeit, erschwertes Klettern und Steigen, eingeschränkte Wegstrecken
- Atemnot bei Belastung (in vielen Berufen hinderlich und macht das Arbeiten oft unmöglich)
- Beeinträchtigung der Berufs- und Erwerbsfähigkeit
Unsere klinisch-psychologische Diagnostik bildet die Voraussetzung für die Planung der Therapie:
- Essverhalten und Ernährungsgewohnheiten, „typischer Esstag“, Gewichtsanamnese, Erfahrungen mit Diäten, Familienanamnese
- Art der Ess-Störung und das gleichzeitige Bestehen anderer psychischer Erkrankungen
- Integration der klinisch-psychologischen Befunde in funktionale Verhaltens- und Bedingungsanalysen unter
- besonderer Berücksichtigung privater / familiärer und beruflicher Problemlagen
Die medizinische Diagnostik ermöglicht die Einschätzung besonderer körperbezogenen Gesundheitsrisiken:
- Eingehende körperliche Untersuchung mit Erfassung von Körpergewicht, Körpergröße, Bauchumfang, Blutdruckmessung, Gefäßstatus, Gelenkstatus
- Laboruntersuchungen, hierbei insbesondere Blutzucker, Harnsäure, Lipidstatus, basales TSH
- Apparative Untersuchungen: EKG, Belastungs-EKG, falls erforderlich ergänzt um 24 Std. Blutdruck-Messung, Echokardiografie, Sonografie (Abdomen, Gefäße), Schlafapnoe-Screening