Angehörige von Suchtkranken
Eine Suchterkrankung betrifft nicht nur den Suchtkranken selbst, auch sein unmittelbares soziales Umfeld und insbesondere seine Familie.
Die oft jahrelang andauernden hohen seelischen Belastungen führen nicht selten bei Partnern, Kindern, Eltern oder anderen Angehörigen zu psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Wertvolle Hilfe erfährt der/die Mitbetroffene in der Regel in Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen bei Ärzten und niedergelassenen Psychotherapeuten. Immer dann, wenn sich ausgeprägte psychosomatische Krankheitsbilder wie Depressionen, Herz-/Kreislaufbeschwerden, Angstzustände, Ess-Störungen, Schmerzstörungen, Traumata, Erschöpfungs- und Versagenszustände o.ä. entwickelt haben, reichen allerdings diese ambulanten Angebote oft nicht mehr aus.
Die Fachklinik Hochsauerland hat nun in enger Kooperation mit der Fachklinik Fredeburg ein spezielles Behandlungsangebot entwickelt, das die besondere Lebenssituation Angehöriger von Suchtkranken berücksichtigt.
Das Behandlungsangebot:
Schwerpunkt bildet die Behandlung der jeweils vorliegenden ärztlich diagnostizierten psychosomatischen Erkrankungen (z. B. Depressionen, Angst- oder Schmerzstörungen). Auf dem Hintergrund dieser Diagnosen muss auch die Beantragung einer psychosomatischen Rehabilitation durch einen Arzt erfolgen.
Ergänzt wird dies durch:
- Eine Indikations- und Therapiegruppe für Angehörige, in der die spezifischen psychischen und sozialen Belastungen in „meiner“ Suchtfamilie bearbeitet werden.
- Partner- und Familienseminare
- Begleitende Einzelgespräche
- Hospitationen in den Therapiegruppen der Fachklinik Fredeburg